Archiv für das Tag 'Vater'

Fernbeziehung – manchmal unvermeidlich

Wortschrei 7. Juni 2010

Die klassische Familie sieht in den Köpfen fast aller Menschen so aus, dass Mann und Frau verheiratet sind, zusammenleben, der Mann Vollzeit arbeitet, die Frau vielleicht in Teilzeit und dass man sich die Kindererziehung teilt.  

Das ist im größten Teil der Fälle so, aber manchmal es muss auch anders gehen. Abgesehen von der stetig steigenden Zahl der alleinerziehenden Elternteile sind durch die heutigen Anforderungen, die der Arbeitsmarkt stellt, einige Elternpaare gezwungen, eine Fernbeziehung zu führen.

 

Zumeist ist es der Vater, der einen Arbeitsplatz annimmt, welcher sehr weit von zuhause entfernt ist. Warum tut ein Vater das? Er sitzt dann die ganze Woche über Abend für Abend in einer kleinen Wohnung oder einem Apartment und bekommt die Entwicklung der Kinder nur noch aus zweiter Hand mit.

 

Die Antwort ist ganz einfach. Weil er keine andere Wahl hat. Will er nicht in die Arbeitslosigkeit abrutschen oder gar Hartz IV beziehen, bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als jede Arbeit anzunehmen, die sich ihm bietet, auch, wenn das bedeutet, dass dies in einer Fernbeziehung resultiert.

Da heißt es dann, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und das Beste daraus zu machen.

 

Ein Vater, der die Situation annimmt, wird nun vielleicht nicht mehr so häufig zuhause sein, dafür aber möglicherweise die verbleibende Zeit umso intensiver mit der Familie verbringen. Denn die Kinder als auch die Partnerin haben mehr von einem Vater und Mann, der nicht einfach nur jeden Abend da ist, sondern sich in der ihm zur Verfügung stehenden Zeit bewusst mit ihnen beschäftigt.

Das Kindeswachstum

Wortschrei 25. Februar 2010

Schon im Mutterleib können Ärzte sehen, ob sich das Kind gut entwickelt. Anzeichen für eine gesunde Entwicklung sind u.a. das Kindeswachstum. Anhand der Größe des Embryos und des Schwangerschaftsmonats lässt sich für einen Arzt leicht feststellen, ob sich das Kind im Mutterleib gesund entwickelt. Wäre es zu klein oder zu groß, würde der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen, um die Ursache für die Unregelmäßigkeiten im Kindeswachstum herauszufinden. Nach der Geburt wird das Baby ebenfalls sofort vermessen und gewogen und die Daten in den Mutterpass eingetragen. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung erhalten Vater und Mutter ein Vorsorgeheft für ihr Kind. Darin werden alle wichtigen Untersuchungen festgehalten. Anhand dieser Vorsorgeuntersuchungen kann der Arzt ganz einfach sehen, ob sich das Baby altersgerecht und gesund entwickelt. In dem Vorsorgeheft befindet sich auch eine Wachstumskurve. Anhand von einem Diagramm werden Größe, Gewicht und Alter des Kindes festgehalten. Anhand des Diagrammes wird deutlich, ob das sich das Kind altersgemäß entwickelt. Der Arzt sieht auch anhand der Wachstumskurve sofort, ob Auffälligkeiten im Wachstum des Kindes vorliegen, und kann gegebenenfalls weitere Untersuchungen vornehmen. Wachstumsstörungen zeigen sich meist nach dem 2. bis 4. Lebensjahr und werden anhand der Wachstumskurven deutlich gemacht. Als Vater möchte man vielleicht wissen, wie groß die eigenen Kinder einmal werden. Im Internet gibt es dazu Berechnungen, die einen Durchschnitt aus der Größe des Vaters und der Mutter berechnen und daraus die zukünftige Größe des Kindes ermitteln. Solche Werte gelten aber tatsächlich nur als Anhaltspunkt und dürfen nicht überbewertet werden. Auch ist es normal, das Kinder im Laufe ihrer Entwicklung unterschiedlich schnell wachsen und als Vater sollte man keineswegs beunruhigt sein, wenn das Kind mit 10 Jahren deutlich kleiner als Gleichaltrige ist, denn schon in der Pubertät kann es die anderen wiederum um Längen überragen.