Archiv für das Tag 'Teesorten'

Japanischer Tee

Fred 13. Mai 2010

Japan ist ein Land von Teetrinkern und produziert grünen Tee sowohl als losen Tee als auch als Teepulver. Japanischer Tee wird hauptsächlich in den Uji, Shizouka und Kagoshima Regionen und den Kyoto Präfekturen angebaut. Uji, südlich von Kyoto, ist das berühmteste Teeanbaugebiet in Japan und, obwohl von dort nur ca. 4% von allem japanischen grünen Tee stammen, kommen die meisten der besten japanischen Teesorten aus dieser Region.

Japanischer Tee ist fast ausschließlich grüner Tee und von japanischem Tee gibt es drei Haupttypen: Gyokuro, Sencha und Matcha. Von diesen drei Haupttypen gibt es wiederum zahlreiche Untertypen.

  • Gyokuro: Gyokuro, auch unter der Bezeichnung “Jade Dew” (Jade Tau) bekannt stehend, ist der teuerste und beste japanische Tee. Gyokuro ist ein japanischer Tee Der bis zu 4 Wochen vor seiner Ernte von direktem Sonneneinfall abgeschirmt wird, dadurch langsamer wächst und Teeblätter mit einem dunkleren Grünton produziert. Je jünger die Blätter, desto geringer ihr Koffeingehalt und für den besten Gyokuro werden nur die Knospen und jüngsten Triebe verwendet. Gyokuro hat darum einen zarten, süßen Geschmack Den man in der Regel von anderen japanischen Teesorten nicht kennt.
  • Sencha: Sencha ist der am meisten getrunkene Tee in Japan, ist billiger als Gyokuro, wird nicht vom Sonnenlicht abgeschirmt und wächst in voller Sonne. Sencha hat einen leicht herben Geschmack mit einer leichten Süße. Der beste Sencha stammt aus der ersten Ernte des Jahres zwischen April und Mai. Bancha ist ein japanischer Tee, im Prinzip ebenfalls Sencha Tee weil von Sencha Teesträuchern geerntet, ist aber Tee aus der letzten Sencha Ernte des Jahres. Manche Bancha Teesorten werden selbst aus den gröberen Blättern oder Zweigen der Teesträucher gewonnen. Bancha entbehrt die zarte Süße des Sencha, hat dafür jedoch einen erfrischenden tiefen Geschmack mit einem süßen Nachgeschmack. Bancha ist ein billiger, gewöhnlicher japanischer Tee und enthält nur sehr wenig Koffein.
  • Matcha: Matcha ist ein japanischer Pulvertee und wird in traditionellen japanischen Teezeremonien verwendet. Matcha wird ebenfalls von im Schatten gewachsenen Teeblättern hergestellt und hat einen bittersüßen, leicht herben Geschmack. Von Matcha Tee gibt es zwei Sorten: Koicha, für einen dickflüssigen Tee und Usucha für einen dünneren Tee. Koicha wird aus den Blättern der älteren Sträucher hergestellt und hat einen milderen Geschmack. Dies ermöglicht es um den Tee mit mehr Teepulver zuzubereiten, ohne daß Er davon zu bitter wird. In der Regel ist Koicha darum auch teurer als Usucha.
  • Genmaicha: Genmaicha ist ein japanischer Tee aus einer Mischung von Bancha und geröstetem Vollkornreis. Der Reis verleiht Genmaicha Tee einen popcornartigen Geschmack.
  • Hojicha: Hojicha ist ein stark gerösteter Bancha Tee und mit einer hellbraunen Farbe und einem erfrischenden würzigen Geschmack. Das starke Rösten vermindert Den, doch schon niedrigen, Koffeingehalt von Bancha Tee noch weiter.

Japaner sind ein Volk von Teetrinkern und japanischer Tee wird selbst als Gewürz beim Kochen oder zum Kuchenbacken verwendet.

Weißer Tee

Fred 24. Dezember 2009

Weißer Tee ist noch relativ neu auf dem deutschen Markt, Der seit vielen Jahren von schwarzen, grünen und Kräutertees beherrscht wird. In letzter Zeit wurde weißer Tee jedoch rasend schnell bekant und populär, vor allem weil Er viele Antioxidantien enthält und Mediziner über seine antibakteriellen Eigenschaften diskutieren. Aber wie jeder Teekenner weiß, nicht alle Tees sind gleich gut und auch bei weißem Tee, genau wie bei Schwarztee und anderen Teesorten, gibt es unterschiedliche Qualitätsklassen.

Weißer Tee kennt verschiedene Qualitätsstufen, abhängig von dem Verhältnis von Blättern zu Knospen. Die höchste Qualität an weißem Tee besteht zu hundert Prozent aus Blattknospen und dann vor allem aus Knospen Die dicht mit silbernen Haaren, mit einem silbrigen, seidenartigen Flaum, bedeckt sind. Weißer Tee mit einem Anteil an jungen Blättern wird niedriger eingestuft. Die meisten weißen Teesorten kommen aus China, aber weißer Tee wird auch in anderen Regionen Asiens und Afrikas hergestellt. Der weiße Tee in ihrem Teeladen kommt jedoch höchstwahrscheinlich aus China.

Chinesischer weiße Teesorten stammen nicht von einer anderen Teepflanze sondern unterscheiden sich durch die Region ihrer Herkunft und das Verhältnis von Blättern zu Knospen. Die höchste Qualität ist Bai Hao Yin Zhen, auch als Silbernadel Tee bekannt stehend, und besteht nur aus Blattknospen Die zwischen dem 15. März und dem 10. April geerntet werden. Die darunterliegende Qualitätsstufe ist der sogenannte Pai Mu Tan Tee, zu deutsch weiße Pfingstrose, Der aus einem Verhältnis von einer Knospe zu zwei Blättern besteht.

China ist nicht der einzige Produzent von weißem Tee in der Welt. Auf dem indischen Subkontinent wird weißer Tee in Assam, Darjeeling und in Sri Lanka (Ceylon) hergestellt. Afrikanische weiße Teesorten stammen meist aus Malawi und Kenia. Afrikanischer weißer Tee enthält mehr Koffein und besteht meist nur aus nadelähnlichen Blattknospen.

Weißer Tee schmeckt etwas süßlich und ist eine gute Alternative für Leute die keinen Grüntee mögen, aber dennoch von dem hohen Gehalt an Antioxidantien in nicht-oxidierten Teesorten profitieren wollen. Im Handel erhältlicher weißer Tee ist meistens chinesischer Pai Mu Tan Tee und besteht aus einer Mischung von Blättern und Knospen.