Multivitamine und Multivitamin-Präparate sind umstritten
19espressa 3. August 2010
Wer Multivitamine z.B. in Form von Multivitamin-Tabletten zu sich nimmt, der geht in der Regel davon aus, dass er seinem Körper damit gutes tut, indem er mit den Multivitaminen seinen eventuellen Vitaminmangel ausgleicht und gleichzeitig sein Immunsystem stärkt. Das ist in der Regel auch richtig, allerdings sind Multivitamine bzw. Multivitamin-Präparate weiterhin umstritten. Denn während wirklich Immunsystem und Wohlbefinden durch die Zufuhr von Vitaminen verbessert werden, so erhöhen Multivitamine bei langfristiger und regelmäßiger, eventuell auch erhöhter Einnahme angeblich leider auch die Gefahr von Prostatakrebs. Bei der Auswertung geht es allerdings um ein erhöhtes relatives Risiko, und selbst die Studie zeigt, dass das absolute Risiko gering ist, aber diese und ähnliche Studien erschüttern doch das Vertrauen vieler Menschen in die Multivitamin-Präparate. Wie sicher sind also Multivitamine wirklich? Sind Sie jetzt gut für uns oder nicht? Diese Fragen werden wohl nicht eindeutig beantwortet werden können, denn die Meinungen gehen weit auseinander und auch die Forschungsergebnisse zeigen unterschiedliche Ergebnisse. So lautet die Aussage des Bundesministeriums für Gesundheit, dass der Mensch alleine durch seine Ernährung bereits genug Vitamine und Mineralstoffe einnimmt und keine zusätzliche Zufuhr solcher Elemente benötigt, während das Harvard Institute for Public Health die Einnahme von einer Multivitamintablette pro Tag als Ausgleich für unsere mangelhafte und ungesunde Ernährung empfiehlt. Je mehr Forschungsergebnisse man liest oder Meinungen man sich anhört, desto sicherer ist nur eins: Es gibt keine einheitliche Meinung. Deshalb ist es an uns, selbst ein Urteil zu bilden. Wer also das Gefühl hat, dass er sich falsch ernährt und eventuell unter Mangelerscheinungen leidet, der wird sich wahrscheinlich für die Einnahme der Tablette entscheiden, während jemand, dem es rundum gut geht, auf diese verzichten wird.