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Lotto oder Keno – was spiele ich nächste Woche?

porcupine 26. Juli 2010

Keno ist ein Spiel, das sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut und durchaus eine Alternative zum Lotto darstellen kann. Während im klassischen deutschen Lottospiel 6 aus 49 Zahlen ausgewählt werden müssen, gibt es bei Keno eine Vielzahl von Tipp- und Einsatzmöglichkeiten, die dann letztendlich über die Gewinnsumme entscheiden. Wo liegen die Vorteile in den Regeln des jeweiligen Spiels und wer hat beim Vergleich die höheren Gewinnquoten oder die besseren Gewinnchancen? Ein genauer Blick lohnt und hilft bei der Entscheidung: Was spiele ich nächste Woche, Lotto oder Keno?

Vergleich der Regeln

Ein jeder kennt das Lottospiel. In Deutschland sucht man in einem Feld aus 49 Zahlen 6 davon aus und hofft, dass bei der Ziehung möglichst alle übereinstimmen. Im Keno hingegen ist das Spielfeld etwas größer. Aus 70 können 2 bis 10 Zahlen ausgewählt werden und in der amtlichen Ziehung werden insgesamt 20 daraus gezogen, ein Vorteil also bei der Wahrscheinlichkeit, dass eine Übereinstimmung dabei ist. Zudem hat auch die Höhe des Geldeinsatzes Einfluss auf den Gewinn.

Vergleich der Gewinnchancen

Dadurch, dass die Anzahl der gezogenen im Vergleich zu den getippten Zahlen größer ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Gewinn im Keno zu erzielen deutlich höher als beim Lottospiel. Dies geschieht statistisch gesehen in 1: 2,1 Millionen Fällen. Ein Höchstgewinn im Lotto trifft hingegen lediglich in einem von 13,9 Millionen Fällen zu, ein deutlicher Nachteil also. Was theoretisch außerdem noch die Gewinnchancen erhöht: Keno kann 6 mal pro Woche gespielt werden, und zwar täglich außer Sonntag, während die Lottozahlen ­nur mittwochs und samstags gezogen werden.

Vergleich der Höchstgewinne und Gewinnquote

In Sachen Maximalgewinn punktet eindeutig das Lottospiel. Im Schnitt liegt die Lotto-Gewinnquote für 6 Richtige plus Superzahl bei 5.243.931 Euro, aber nicht selten bauen sich Jackpots mit weitaus höheren Gewinnsummen auf. Im besten Fall gewinnt dagegen ein Keno-Spieler „nur“ 1.000.000 Euro. Ein ebenso deutlicher Regelunterschied betrifft die Gewinnquote. Denn während beim Lotto der Gewinn von der Spieleranzahl abhängt, gibt es bei Keno zumeist feste Gewinnsummen. Nur in ganz seltenen Fällen minimiert sich der Höchstgewinn, wenn nämlich mehr als 5 Spieler alle 10 Zahlen richtig getippt haben. Bei allen anderen Keno-Gewinnklassen ist die Gewinnquote festgelegt. Zudem kann nur der maximale Einsatz von 10 Euro für 10 Zahlen auch den maximalen Gewinn von 1 Million Euro liefern.

Fazit

Ein Fazit lässt sich somit relativ leicht ziehen: Beide Spiele haben ihren Reiz. Während beim Lotto die Gewinne größer ausfallen können, ist die Wahrscheinlichkeit, überhaupt zu gewinnen, beim Keno deutlich höher. Somit ist es vom Spielertyp abhängig, wofür er sich entscheidet. Lotto oder Keno: Risiko für’s große Geld oder Einsatz für einen kleineren Gewinn. In jedem Fall gilt: Das Glück muss ebenso mit im Spiel sein!

Die Gefahr bei Glücksspielen

trautmann 15. März 2010

Lotto 6 aus 49 gehört zu den beliebtesten Glücksspielen der Welt. Die Hoffnung, den Jackpot zu knacken und glücklicher Besitzer von mehreren Millionen zu werden, treibt Leute aus der ganzen Welt an. Fast jeder Zweite der deutschen Bevölkerung spielt einmal im Jahr Lotto. Andere spielen jede Woche und warten ihr Leben lang auf das große Los. Kann man in diesem Fall schon von Sucht sprechen oder gibt es beim Lottospielen überhaupt kein Gefährdungspotenzial?

Wenn Menschen ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren können und daher auch große finanzielle Verluste hinnehmen müssen, leiden sie an einer Krankheit, der Glücksspielsucht. Das Glücksspiel bestimmt den Alltag des Spielenden, sodass es oft zur Vernachlässigung der Familie, der Freunde oder der Arbeit kommt. Oftmals glauben Süchtige, sie könnten durch ein bestimmtes System zum Erfolg gelangen. Wenn sie dann durch Zufall tatsächlich etwas gewinnen, verstärkt das dieses Verhalten.

Mit Spielsucht bringt man meist Glücksspiele wie Poker oder Roulette in Verbindung. Das wohl höchste Gefährdungspotenzial haben Automaten, da der Spieler den Verlust oftmals nicht wirklich erlebt. Man kann ein Spiel nach dem anderen starten, weswegen die Hoffnung auf Gewinn immer da ist und stets überwiegt. Dieser Prozess ist im Lotto gestreckt. Obwohl Lotto auch zu den Glücksspielen zählt, macht es im Gegensatz zu den oben genannten nicht süchtig. Der Grund dafür ist hauptsächlich, dass die Spielabfolgen nicht schnell genug ablaufen (wie das zum Beispiel bei Automaten der Fall ist). Da nur beim “Lotto am Mittwoch“ und „Lotto am Samstag Gewinnzahlen gezogen werden, hat man beim Lotto nicht die Möglichkeit, ohne Pause zu spielen und deswegen den Verlust nicht zu realisieren.

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 80.000 bis 140.000 süchtige Spieler. In anderen Ländern wie den USA oder Australien sind diese Zahlen deutlich höher, so sind zum Beispiel in Australien 2,2 Prozent der Bevölkerung spielsüchtig. Mittlerweile wird die Spielsucht als eigene Krankheit anerkannt, auch die Kosten für eine Behandlung werden übernommen. Menschen mit einer Glücksspielproblematik können sich in Kliniken, Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen helfen lassen. Außerdem gibt es Telefon-Hotlines, unter welchen man sich unverbindlich und anonym Ratschläge holen kann, sowie ein Online-Beratungsprogramm, das Menschen aus der Sucht helfen will.