Archiv für das Tag 'Lotto am Samstag'

Die Lottoanleitung - Alles über Zusatzzahl, Superzahl und Super 6

porcupine 28. Mai 2010

Lotto, wer kennt diese Glücksspiel nicht? Besonders nach Rekordgewinnen ist es in aller Munde und immer ärgert man sich dann, dass man wieder nicht sein Glück versucht hat. Doch wie funktioniert das Lottospiel richtig? Wie knackt man den Jackpot? Einfach ein paar Zahlen auf dem Lottoschein ankreuzen und das war‘s?
Zahlreiche Strategien, Mythen und suspekte Empfehlungen halten sich hartnackig. Eine der größten Mythen ist die Behauptung, dass Zahlen, welche in der letzten Lottoziehung gezogen wurden mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit auch in der nächsten Lottoziehung wieder dabei sind. Dabei weiß doch eigentlich jeder, der in Mathematik ein wenig aufgepasst hat, dass die mathematische Wahrscheinlichkeit immer gleich ist. Wie also funktioniert das Lottospiel wirklich und auf was muss geachtet werden um den Jackpot zu knacken?

Die Grundlagen des Lottospiels
Das Lottospiel beruht auf der Grundlage simpler mathematischer Wahrscheinlichkeitsrechnung. 49 fortlaufend nummerierte Kugeln mit Lottozahlen bilden die Basis eines jeden Spiels. Die Wahrscheinlichkeit 6 Richtige mit Superzahl zu tippen liegt bei 0,00000071511 Prozent. Pro Spiel sind 139.838.160 Tippvarianten möglich um die Euromillionen zu gewinnen. Die subjektive Wahrnehmung der Gewinnchancen steht jedoch häufig im Widerspruch zur mathematischen.

Das Glücksspiel „6 aus 49“ gehört in Deutschland zur staatlichen Lotterie. Zweimal pro Woche werden im Lotto am Mittwoch und Lotto am Samstag 6 Zahlen gezogen. Dabei besteht pro Spielschein die Möglichkeit 12 Spielfelder a 6 Zahlen zu tippen. Die einzigen Voraussetzungen, um am Lottospiel teilzunehmen, sind das nötige Kleingeld sowie Volljährigkeit.

Die Zusatzzahl
Die Zusatzzahl, welche die Ziffern eins bis 9 umfasst, ergibt sich aus der letzten Ziffer der aufgedruckten Losnummer. Diese ist nicht selbst wählbar und spielt lediglich eine Rolle und erhöht die Gewinne bei 3, 4 oder 5 Richtigen. Durch diese zusätzliche siebte Gewinnzahl ergeben sich somit weitere Gewinnchancen. Bei vier Richtigen mit Zusatzzahl erhält man einen höheren Gewinn als mit vier Richtigen, allerdings ist dieser niedriger wie fünf Richtige ohne Zusatzzahl. Missverständnisse treten immer wieder bei sechs Richtigen auf. Hier spielt die siebte Gewinnzahl keine Rolle mehr. Auch wird die Zusatzzahl häufig mit der Superzahl verwechselt. Die Superzahl befindet sich in der Losnummer des Spiels 77.

Das Spiel 77 und Super 6
Zusätzlich zum Lottospiel 6 aus 49 ist es möglich gleichzeitig am sogenannten Spiel 77 teilzunehmen. Jeder Spielschein vom Spiel 77 erhält eine automatische Losnummer, welche ebenfalls nicht selbst wählbar ist. Die Gewinnzahl für das Spiel 77 wird in jeder Lottoziehung zusätzlich zu den 6 Richtigen gezogen. Für einen hohen Gewinn muss man möglichst viele Endziffern richtig haben. Super 6, eine weiteres kostenpflichtiges Zusatzspiel, funktioniert im Prinzip genauso wie das Spiel 77. Die zusätzliche Gewinnzahl, welche bei jeder Lottoziehung ermittelt wird, wird mit der Zahl des Spieles 77 verglichen. Je mehr Übereinstimmungen vorhanden sind umso höher ist der Gewinn.

Das Ziel der Jackpot
Als Lotto Jackpot wird die erste und somit höchste Gewinnklasse beim Lotto am Samstag bezeichnet. Dafür sind 6 Richtige und die Superzahl nötig. Es reicht demnach nicht aus beim Lottospiel 6 Richtige zu tippen, sondern auf dem Lottoschein muss zusätzlich die richtige Superzahl stehen. Diese Superzahl befindet sich in der Losnummer des Spiels 77. Durch die zusätzlichen und kostenpflichtigen Zusatzspiele kann das Lotto spielen schnell zu einem teuren Vergnügen werden, welches jedoch bei einem Gewinn belohnt wird. Jedoch gilt, haben mehrere Lottospieler den Jackpot geknackt, so wird dieser unter allen Gewinner aufgeteilt.

Was Zahlen versprechen – die beliebtesten Lottozahlen

porcupine 27. Mai 2010

Beim Lotto am Samstag und Mittwoch fordern jede Woche 4 bis 7 Millionen Zuschauer ihr Schicksal heraus. Schon öfters hat die Ziehung der Lottozahlen einen Marktanteil von über 20 Prozent, teilweise bis über 25 Prozent der Einschaltquoten erreicht – das heißt jeder vierte deutsche Fernsehzuschauer ist zumindest interessiert an den Zahlen und hat höchstwahrscheinlich seine Lieblingszahlen selbst mit in den Ring geworfen.

Fast jeder Mensch hat eine Lieblingszahl oder zumindest eine Vorliebe für eine bestimmte Zahl oder Zahlenkombination. Oft führen ebendiese Favoriten zur Auswahl der Lottozahlen auf den Tippscheinen. Bei den eher pragmatischen Deutschen sind diese durch Daten wie Geburts- und Jahrestage bestimmt, aus der Trikotnummer des Lieblingsfußballers oder der Anzahl der Geschwister. Insgesamt stehen einstellige Zahlen oben auf der Beliebtheitsskala, was daran liegt, dass viele Menschen ihre Lieblingszahlen schon als Kind definieren, wenn der bekannte Zahlenraum noch recht eingeschränkt ist. Die Bilanz der Lottozahlen des Jahres 2009 zeigt jedoch: Die von Fortuna geküssten Zahlen sind nicht einstellig. Den ersten Platz der beliebtesten Lottozahlen des Jahres 2009 belegten gemeinsam die 22, 32 und 43, die alle drei 19-mal gezogen wurden. Die am wenigsten gezogene Lottozahl des Jahres war die 27, die nur sieben Mal während der insgesamt 106 Ziehungen in den Fangarm der Lottotrommel geriet. Die ewige Verlierer-Nummer der Lotto Bilanz, die 13, belegte 2009 mit 13 Treffern einen Platz im Mittelfeld.

Wie ein Wissenschaftler am Institut für angewandte Mathematik und Statistik der Universität Hohenheim herausfand, ist derzeit die 19 die beliebteste Lottozahl. Die Begründung ist einfach: Geburtsdaten sind viel getippte Favoriten – wer also am 12. September 1965 geboren ist, wird beim Lotto am Samstag auf die Zahlen 12 – 9 – 19 – 6 – 5 tippen. Da derzeit wohl jeder Lottospieler mindestens einmal – nämlich bei der Jahreszahl – die 19 im Geburtsdatum hat, wird sie wohl auch weiterhin die meistgetippte Zahl beim Lotto bleiben, zumindest für nächsten acht bis zehn Jahre.

Experten bezeichnen Zahlen wie die 19 – also Lottozahlen, von denen erwartet werden kann, dass sie überdurchschnittlich häufig gespielt werden – als „Quotendrücker“. Ebenso dazu gehören die Zahlen von eins bis zwölf, die sich aus den Geburtsmonaten der Lotto-Spieler ergeben. Gerne werden auch Zahlenreihen nach mathematischen Mustern erstellt, zum Beispiel in dem die Lottospieler nur gerade oder nur ungerade Zahlen auf ihrem Tippschein ankreuzen. Auch diese Zahlen sind Quotendrücker, denn in Wahrheit warten hunderte Deutsche beim Lotto am Samstag vor dem Fernseher auf ihre „individuelle“ Zahlenreihe – sollten tatsächlich einmal genau die sechs aus 49 fallen, auf die so sehnlichst gehofft wird, so muss der Gewinn mit hunderten anderen geteilt werden.

Geburtstagszahlen beim Lottospielen – die persönlichen 6 aus 49

porcupine 14. Mai 2010

Wenn es darum geht, 6 aus 49 Lottozahlen auf einem Spielfeld anzukreuzen, greifen die meisten auf ihre Geburtstagsdaten zurück. Ist das der versteckte Aberglaube, dass nur die persönliche Zahlenkombination zum persönlichen Glück verhilft, oder einfach nur die naheliegendste Wahl der Zahl? In jedem Fall ist sie die häufigste, wie Statistiker jetzt festgestellt haben. Wie sich die Zahlen am liebsten auf einem Lottoschein verteilen und welche Auswirkungen das auf die Gewinnchancen hat, hier ein paar interessante Erkenntnisse auf dem Weg zum nächsten Lotto Jackpot.

Typische Geburtstagsreihen
Eine typische Geburtstagsreihe enthält mindestens eine Zahl zwischen 1 und 12 für den Monat, eine Zahl zwischen 1 und 31 für den Tag und – sofern man vor 1949 geboren wurde, die Kombination des Geburtsjahres. Somit haben alle Geburtstagsreihen eine Zahl gemeinsam – die Zahl 19, die auch die am häufigsten getippte Lottozahl von allen ist. Die Analyse von Millionen von Tippreihen vergangener Ziehungen hat ergeben, dass typische Geburtstagsreihen circa 50 Prozent über dem Durchschnitt getippt werden. Die Folge liegt nahe: Ist im Lotto am Samstag oder dem Mittwochslotto eine Geburtstagsreihe gezogen worden, liegen die Gewinnquoten für einen Sechser weit unter dem Durchschnitt. Denn je mehr Personen dieselbe Zahlenkombination ankreuzen, desto kleiner fällt der Gewinn aus. Entmutigen sollte man sich deswegen aber trotzdem nicht. Im April 2009 wurde im Lotto am Samstag sogar der Jackpot mit einer Geburtstagsreihe geknackt, und zwar von nur einer einzigen Person. Ob sich der Geburtstag der oder des Glücklichen tatsächlich aus den Zahlen 6, 11, 18, 19, 35 und 43 zusammensetzt, ist natürlich nicht gesagt. Jedenfalls gab es in Kombination mit der Superzahl den Lotto Jackpot in Höhe von fast 15 Millionen Euro. Dafür fiel die Gewinnquote der reinen Sechser aufgrund der Beliebtheit der Geburtstagsreihen, geringer aus, als sonst.

Beliebtes Tippverhalten
Neben den Geburtstagsreihen gibt es weitere beliebte Methoden, dem Lotto Jackpot näher zu kommen. Nicht selten werden Muster auf dem Spielschein getippt. Ein Feld besteht bekanntlich aus sieben Reihen mit jeweils sieben Zahlen. Sterne, Rauten, Kreuze, Diagonalen – der Kreativität für die Auswahl von 6 aus 49 Zahlen sind keine Grenzen gesetzt. Und was fällt bei der Auswertung von Tippscheinen sonst noch auf? Beispielsweise, dass die sieben Zahlen in der ersten Reihe die beliebtesten sind. Dabei wird am seltensten die 1 ausgewählt, umso häufiger aber die 7. Auch Zahlen der zweiten und dritten Zeile werden gerne angekreuzt, während höhere Zahlen seltener drankommen. Nicht nur die Geburtstagskombinationen sind Ursache dieses Phänomens. Es liegt auch nahe, dass oben angefangen wird und die Auswahl der 6 Zahlen gegen Ende erschöpft ist.

Übrigens: bald dürfte die Zahl 20 die beliebteste Tippzahl werden. Wer nämlich in den 2000ern geboren wurde, und demnächst ein tippfähiges Alter erreicht, kombiniert wohl bald ebenso gerne mit seinem Geburtsjahr. Derweil kreuzen junge Eltern gerne die Geburtsjahre ihrer Kinder mit.

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