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Kinoprogramm 2010: Hype um 3D-Kino

porcupine 27. Juni 2010

Bei dem diesjährigen Kinoprogramm ist ein regelrechter Hype um das Thema 3D-Kino entstanden. Nach “Ice Age 3″, “Oben” und “Avatar” sind für 2010 rund ein Dutzend 3D-Filme angekündigt. Dazu gehören “Für immer Shrek”, der vierte Teil über den grünen Oger, und der Abenteuerfilm “Around the World in 50 Years”. Auch der Horror-Action-Film “Resident Evil: Afterlife” kommt dreidimensional ins Kino. Zudem lief im März Tim Burtons Märchenverfilmung “Alice im Wunderland”.

Der 3D-Science-Fiction-Blockbuster „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ feierte Mitte März übrigens einen Rekord: Es ist der erste Film seit Peter Jacksons “Der Herr Der Ringe – Die Rückkehr des Königs” aus dem Jahr 2003, der hierzulande die magische Zehn-Millionen-Besuchermarke im Kino überschritten hat. Der mit drei “Oscars” ausgezeichnete Streifen lief in 2009 kurz vor Weihnachten an und lockte alleine am Startwochenende fast 900.000 Zuschauer in die Kinos. Am Ende der zwölften Woche wurde das zehnmillionste Kinoticket für den Fantasy-Film gelöst. Das Special-Effects-Spektakel von Hollywood-Regisseur James Cameron wurde mit Panasonics 3D-Technik gedreht. Gemessen an den Besucherzahlen bleibt jedoch nach wie vor “Titanic” James Camerons erfolgreichster Film. Das Epos mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zog Anfang 1998 insgesamt knapp 18 Millionen deutsche Kinofans in seinen Bann.

Neben dem Hype um das Thema 3D-Kino ist der Trend zu Sequels im Kinoprogramm 2010 ungebrochen. Auf bewährte Marken setzen die Hollywood-Studios mit dem Tanzfilm “Step Up 3 und dem Frauenfilm “Sex and the City 2″. Der zweite Film zur US-Erfolgsserie lockte zahlreiche Fans von Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda in die Kinos. Zudem laufen der dritte Teil der Vampir-Saga “Twilight”, “Eclipse - Biss zum Abendrot”, “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1″ sowie der dritte Teil der “Chroniken von Narnia” demnächst im Kino an. Darüber hinaus haben etliche Regisseure alte Stoffe neu verfilmt. Das gilt für Ridley Scotts “Robin Hood”, Guy Ritchies neue Version des Krimiklassikers “Sherlock Holmes” und Oliver Parkers “Das Bildnis des Dorian Gray“.

Für die deutschen Kinos geht es nach einer Flaute übrigens wieder bergauf. Die Zahl der verkauften Kinotickets stieg von 129,4 Millionen in 2008 um 13 Prozent auf 146,3 Millionen im vergangenen Jahr. Der damit erzielte Umsatz legte sogar um fast ein Viertel von knapp 795 Millionen auf gut 976 Millionen Euro zu. Das teilte die Berliner Filmförderungsanstalt (FFA) Anfang des Jahres mit. Als Grund für die stark gewachsenen Einnahmen nennt die FFA unter anderem die höheren Eintrittsreise für 3D-Filme. Im Juni 2010 machte sich in den Kinos die Fußball-Weltmeisterschaft bemerkbar, allerdings nur geringfügig: Immerhin rund 600.000 Zuschauer gingen lieber ins Kino als zum Public Viewing.