Atlantikküste und französische Lebensart im Ferienhaus genießen
pinoccio 18. August 2010
Die Bretagne, das Land am Meer, war bereits lange vor dem Christentum besiedelt. So genannte Hortfunde aus mehreren verschiedenen Gegenständen wie Pfeilspitzen, Schabeklingen und – aus der Bronzezeit – bronzenen Dolchen belegen nicht nur die Besiedelung an sich sondern auch die Verbindung des französischen Landstriches mit den Ländern Dänemark, Deutschland und England. Die Neuzeit kennt die Halbinsel im Atlantik als zweitwichtigste Tourismusregion nach der Côte d’Azur als auch als bedeutendste landwirtschaftliche Region Frankreichs. Auch hierzulande ist die Region als Reiseziel beliebt. Das geflügelte Wort des Lebens wie Gott in Frankreich scheint hier geboren, auch wenn die Bretagne lange als das Armenhaus Frankreichs verschrieen war.
Mittlerweile haben jedoch viele Besucher die wunderschönen Strände und die regionalen Spezialitäten für sich entdeckt. Ein Bretagne Ferienhaus wird gern als Ausgangspunkt sowohl für einen Strandurlaub wie auch für Besichtigungstouren zu Städten wie Rennes oder Nantes genutzt. Die vielen Wochenmärkte laden zum Bummeln ein, das Reizklima direkt am Atlantik mischt sich im Sommer mit dem Duft der für die Bretagne typischen großen Hortensienbüsche. Die Ferienhäuser sind dabei meist typisch bretonische Häuser, von denen aus sowohl die Küste wie auch das Innere der Insel entdeckt werden können. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich die bretonischen Austern, die in der Römerzeit bis nach Rom selbst exportiert wurden und später eine Handelshoheit für den französischen Königshof hatten. Natur und Kultur der Bretagne sind einzigartig, so wie der Trotz ihrer Einwohner. Das zeigt zum Beispiel der Blumenkohl – Krieg in 2004. Im Ort Lanmeur wie auch in mehreren Orten der umgebenden Region des Nord – Finistère wurde eine Flut von Blumenkohlköpfen auf Parkplätzen, an Supermärkten und Tankstellen abgeladen. Die niedrigen Preise für den Absatz von Blumenkohl hatten die Gemüseanbauer zu dieser durchaus wütenden Aktion bewogen, die aber nur ein Beispiel für ein ebenso radikales wie mittlerweile zur Tradition gewordenes Wehren von Bauern oder Herstellern aus der Bretagne ist.