Essen und Trinken

Glutenintoleranz - eine Krankheit, die jung und alt befalllen kann

karl krueger 10. April 2011

Eine Glutenunverträglichkeit zeichnet sich hierdurch aus, dass der Körper auf Gluten mit Unverträglichkeit reagiert, schuld daran ist das in einigen Getreidearten enthaltene Gluten. Vorkommend insbesondere in den herkömmlichen Getreidearten wie Weizen, Roggen oder Hafer, verursacht es Probleme im Dünndarm, da es die Schleimhaut desselben schädigt, die Folge können Beschwerden mit den Anzeichen eines Reizdarms sein. Wo die Glutenintoleranz herrührt oder überhaupt die Weizenallergie, behaupten Forscher in in der DNS zu entdecken, dies haben Untersuchungen von Kindern, Erwachsenen und deren Verwandten untermauert. Im Kindesalter nennt man diese Glutenunverträglichkeit Zöliakie, bei Erwachsenen dagegen Sprue, wie die Glutenunverträglichkeit oder auch die Glutenallergie, sich vererbt bzw. welchem Gen das zuzuordnen ist, konnte noch nicht geklärt werden.
Die Symptome der Unverträglichkeit Gluten zeichnen sich durch chronische Diarrhö (darum auch die Verwechslung mit dem Reizdarm), Übelkeit und die damit verbundene Gereiztheit ab. Es kann ein ordentlicher Flüssigkeitsverlust entstehen und somit das Risiko von Dehydration, was speziell für ältere Menschen verheerend werden kann. Kleinkinder, die daran erkranken, hinken der Entwicklung Gleichaltriger hinterher, schließlich es entsteht hierbei ein sehr großer Vitamin- und Mineralstoffmangel. Die ärztliche Diagnose wird gestellt, indem eine Darmspiegelung durchgeführt wird, ebenfalls um andere gefährliche Erkrankungen auszuschließen. Dabei wird aus dem Darm eine Gewebeprobe entnommen, die dann eingehend getestet wird, eine Stuhlprobe und eine Blutentnahme sind genauso Teil der Untersuchungen. Als Nachsorge wird dem Patienten mitgeteilt, welche Getreidesorten oder welche anderen Lebensmittel, die auch Klebereiweiß enthalten können, er oder sie nicht zu sich nehmen darf. Um den erkrankten Darm zu schonen, wird zuerst angewiesen auf Milch und Milcherzeugnisse zu verzichten; hat der Darm sich jedoch wieder beruhigt, dürfen diese wieder verzehrt werden. Da es zu Mangelerscheinungen in puncto Mineralstoffzufuhr gekommen sein könnte, werden geeignete Präparate verschrieben. Hier gibt es andere Auskünfte zu diesem Thema.

Unterscheidung der zwei Arten von Aprikosenkernen

bs 10. März 2011

Aprikosenkerne sind die Mandel, biologisch auch der Samen, des Aprikosensteins. Er ist also der Kern in der Frucht als Steinfrucht. Wie auch bei den echten Mandeln gibt es zwei verschiedenen Arten der Kerne: so genannte süße und bittere Aprikosenkerne. Die Kerne in der Fruchtschale sind heller oder dunkler. In der Süßwarenindustrie wird der Aprikosenkern als Rohstoff zur Herstellung von Persipan genutzt, was eine ähnliche Süßware wie Marzipan ist.

Die bitteren Aprikosenkere

Der Bittermandelgeschmack dieses Aprikosenkerns ist typisch aromatisch, gewonnen wird der Kern aus kleinen säuerlichen Wildaprikosen. Die Form des Kerns ist eher gedrungen. Bei der Ernte im Juli wird die Aprikose nach Trocknungszeit halbiert, die Steine werden herausgenommen. Dann werden die Steine nochmals getrocknet, danach geknackt, um die Mandel, also den eigentlichen Aprikosenkern zu erhalten. Man kann bittere Aprikosenkerne bestellen, jedoch darf man auf keinen Fall zu viele davon essen. Vergiftungserscheinungen können auftreten, da der Kern Blausäure enthält.

Die süßen Aprikosenkerne

Sie kommen von den Zuchtsorten Aprikosen, welche für den Frischmarkt angeboten werden. Die Form der süßen Kerne ist eher länglich, die Ernte erfolgt ebenfalls im Juli. Dabei wird der süße Kern geerntet und getrocknet, mit der Hand wird der Kern nach bereits der halben Trocknungszeit heraus gedrückt. Der Geschmack beim süßen Kern ist fruchtig, zum Teil aber auch leicht säuerlich. Bevor die süßen Kerne in den deutschen Bioläden erhältlich waren, wurden sie nur in den ursprünglichen Aprikosenanbaugebieten gegessen. Der Blausäuregehalt im süßen Aprikosenkern ist gering, das, heißt, der Verzehr schadet dem Menschen nicht. Manchmal ist jedoch geringer Prozentsatz an bitteren Kernen enthalten.

Ist nach Dioxin-Skandal, Rinderwahn und Käseimitat gesunde Ernährung überhaupt noch möglich?

porcupine 28. Februar 2011

Viele Verbraucher in Deutschland achten heute bei sich und bei ihren Kindern auf gesunde Ernährung. Sie kaufen frische Produkte anstatt Fertiggerichte, verwenden viel Obst und Gemüse und greifen bei Fleisch bevorzugt zu fettarmen Schweineschnitzeln, Rindersteaks oder Geflügelwurst. All diese Maßnahmen sind zunächst einmal für den Organismus jedes Einzelnen sinnvoll und tragen dazu bei, gesund, fit und schlank zu bleiben. Wenn es da nicht diese ständig wiederkehrenden Meldungen von immer neu ans Licht kommenden Lebensmittelskandalen gäbe. Zunächst war BSE Anlass dazu, alle Arten von Rindfleischprodukten zu meiden. Als Nächstes standen Schweinepest und Gammelfleischskandal auf dem Programm, so dass der auf gesunde Ernährung bedachte Verbraucher fortan auch noch auf Schweinefleisch verzichten musste. Doch damit nicht genug. Im vergangenen Jahr schlugen Verbraucherschützer wegen der hohen Pestizidbelastung diverser Gemüsesorten aus Supermärkten und Discountern Alarm. Schon jetzt griffen die Menschen in Deutschland verstärkt zu Bioprodukten aus Biofachgeschäften. Schließlich wurde man als Verbraucher dann geradezu dazu gedrängt, auf die kleinen Biomärkte auszuweichen. Das geschah spätestens, als der Skandal um dioxinverseuchte Hühnereier und ebensolches Hühnerfleisch Anfang 2011 die Gemüter in Deutschland erhitzte.

Man fragt sich mittlerweile fast täglich: Wie kann es sein, dass hierzulande immer mehr Lebensmittel verseucht, verdreckt oder einfach schlichtweg ungenießbar sind? Wie kann es zudem sein, dass Tiere gequält, gemästet und in winzigen Ställen zusammengepfercht leben müssen, während von Seiten des Staates unzählige Programme für die gesunde Ernährung und sportliche Aktivität von menschlichen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ins Leben gerufen werden? Was kann der
Verbraucher überhaupt noch guten Gewissens zu sich nehmen, ohne Angst davor haben zu müssen, am Folgetag in der Zeitung zu lesen, dass er es besser sein gelassen hätte? Ist Bio wirklich die einzige, ja überhaupt wirklich eine Alternative? Es hat den Anschein, als wäre dies in absehbarer Zukunft wirklich so. Allerdings muss man auch hier Bio von Bio unterscheiden. Bioartikel, die heute schon in vielen Lebensmitteldiscountern angeboten werden, erfüllen zwar grundsätzlich die strengen Richtlinien, die für sämtliche Produkte aus Bioanbau in Deutschland gelten. Dass sie trotzdem oftmals günstiger sind als Produkte aus Bioläden hat einen anderen Grund. Sie stammen in der Regel nicht von deutschen Produzenten, sondern werden im Ausland zu gleichen Bedingungen, jedoch häufig für die dort ansässigen Produzenten zu geringeren Konditionen angebaut. Diese Kostenersparnis wirkt sich unmittelbar auf die Preise im Supermarkt aus. Ob es allerdings im Sinne der Erfinder des Ökolandbaus ist, dass Bioprodukte dann von weit her mit hohem Spritverbrauch
durch Europa gekarrt werden, sei dahingestellt.

Die beste Methode, um allen Nahrungsmittelskandalen und Preisschlachten aus dem Weg zu gehen, ist immer noch der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten sowie die Haltung von eigens gezüchteten Tieren wie Geflügel und Kaninchen auf heimischem Gelände. So lange man auf dem Lande wohnt, kann dies der eine oder andere vielleicht sogar umsetzen. Wenn man jedoch in der Stadt lebt, bleibt einem heute nichts anderes übrig als beim Einkauf Geschäfte zu konsultieren, denen man sein Vertrauen schenken kann. Dies sind dann zumeist die kleineren Läden, wo man als Kunde noch immer vom Chef persönlich bedient wird. Kauft man bei einem solchen Händler ein, so trägt man seinerseits nicht nur für die eigene gesunde Ernährung besondere Verantwortung, sondern leistet einen Beitrag zum Erhalt der kleinen Geschäfte. Eine Geste, die sich in den heutigen unsicheren Zeiten für beide Seiten nur lohnen kann.

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