Bio-Strom erzeugen und Einspeisevergütung kassieren

19espressa 3. August 2010

Strom wird immer teurer und unsere Abhängigkeit von fossilen Energien und deren Erzeugern immer bedrohlicher. Kein Wunder also, dass der Staat inzwischen auch einiges tut, um dies zu ändern. Einerseits wird die Forschung bezüglich alternativer Energieformen endlich nicht mehr durch die Lobby der ölfördernden Länder und Industrien behindert, sondern sogar vom Staat und Land unterstützt und zum anderen werden auch Unternehmen und Privatleute angehalten, selbst in dieser Richtung tätig zu werden. Wer Bio-Strom aus Sonne, Wind oder Biomasse erzeugt und dies nicht nur für den Eigengebrauch tut, sonder zumindest einen Teil davon auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt, der erhält sogar eine Einspeisevergütung. Denn die Stromerzeuger sind seit dem 01.08.2004 verpflichtet, so erzeugten Strom anzunehmen und in ihr Stromangebot zu integrieren. So bieten viele Stromerzeuger inzwischen auch einen Biostrom-Tarif, der garantiert, dass ein bestimmter Anteil der Energie, die der Abnehmer erhält, durch erneuerbare Energien hergestellt wurde. Die genauen Tarife der Einspeisevergütung können im Internet nachgelesen werden. Selbst die Städte nutzen inzwischen die Möglichkeit der Geldeinnahme durch die Inanspruchnahme der Einspeisevergütung und installieren Photozellen auf möglichst vielen öffentlichen Gebäuden, um den Strom dann an die Stromanbieter weitergeben zu können. Und diese Möglichkeit steht auch Unternehmen offen. Sie können ebenfalls Photovoltaik-Zellen auf Bürogebäuden, Lagerräumen und Parkhäusern installieren, um den so gewonnenen Solarstrom dann an die Stromanbieter der Region veräußern zu können. Zumindest einen Teil davon, denn den so kostenlos gewonnenen Strom nicht selbst zu nutzen wäre natürlich auch verkehrt. Solange Sonnenstrahlen umsonst sind und Solaranlagen vom Staat bezuschusst werden, sollte man unbedingt versuchen, so kostengünstig an Energie zu kommen.

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