Der neue Saisonkalender der Verbraucherzentralen für Obst und Gemüse
Peter Bischoff 9. Juni 2010
Alles zu seiner Zeit - wann gibt es welches Obst und Gemüse und wie wird es angebaut?
Wer aus der Region kauft, tut Gutes. Vor allem sich selbst, da in Importware zumeist viele Pestizide stecken. Desweiteren belastet der Transport von exotischem Gemüse die Umwelt. Und natürlich ein weiterer offensichtlicher Grund: Heimische Früchte und Salate schmecken einfach besser.
Mit dem Saisonkalender haben Sie eine optimale Übersicht – sozusagen einen kleinen Einkaufsführer für jeden Monat.
Der Mensch hat sich in der heutigen Zeit einfach daran gewöhnt alles jederzeit essen zu können. Erdbeeren im Februar, Spargel zu Weihnachten und Tomaten über das das ganze Jahr.
Entsprechend sieht es auch mit der Wahrnehmung vieler Menschen aus. Wissen Sie, wann Tomaten oder Paprika Saison haben? Das Negative am Prinzip “alles gibt es immer” – es schadet der Umwelt.
Produkte, die nicht in Deutschland wachsen werden von weither per Schiff, LKW oder Flugzeug importiert. Ganze Landstriche werden mit beheizten Gewächshäusern bebaut und mit viel Energie wird ganzjährig dafür gesorgt, dass wir stets Tomaten oder Kopfsalat essen können. Oder Bauern ringen dem Boden frühreifes Gemüse und Obst unter dem Einsatz von Chemikalien ab.
Frühe Früchte saugen Gift
Besonders in Ländern wie Spanien liegen ganze Regionen unter Folien, damit man Erdbeeren schon ein paar Wochen früher „genießen“ kann. Dort wird reichlich gespritzt, da Pilze in diesem feuchtwarmen Klima unter diesen Kunststofffolien ebenfalls besonders gut gedeihen.
Frühe Früchte weisen meist enorme Rückstände an Pflanzenschutzmitteln auf, welche zumeist deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Daher warnen Lebensmittel-Überwachungsämter regelmäßig davor, dass solche Erdbeeren gesundheitlich bedenklich sein können.
Gemüse aus dem Treibhaus ist oft stärker mit Nitrat belastet als Pflanzen, die im Freien wachsen durften. Nitrate sind Mineralien, die im Boden lagern und welche allen Pflanzen als Nährstoff dienen.
Gefährlich werden Nitrate sobald das Gemüse gekocht wird. Aus dem harmlosen Nitrat wird das gesundheitsschädliche Nitrit. Im Winter enthält Gemüse aus dem Gewächshaus besonders viel Nitrat, da es Licht zum abbauen benötigt. Spinat, Mangold, rote Bete oder Rauke speichern Nitrat auch besonders stark. Biogemüse ist meist erheblich nitratärmer als das aus konventioneller Landwirtschaft. Bei Saisongemüse ist der Nitratgehalt in jedem Fall am geringsten.
Die Kosten schlagen sich im Ladenpreis nieder, auf den langen Distanzen gehen viele Vitamine und Nährstoffe verloren. Der richtige Geschmack kann demzufolge gar nicht erst entstehen.
Der Lohn für die Geduld: Frische und Geschmack
Wer sich selbst und dem Klima etwas Gutes tun will, sollte auf die richtige Saison warten und Produkte aus der Region bevorzugen. Wann Sie heimisches Obst und Gemüse erntefrisch genießen können und wie Obst und Gemüse angebaut werden, zeigt der neue Saisonkalender der Verbraucherzentralen. Der Saisonkalender stellt außerdem dar wie Obst und Gemüse angebaut werden.
http://www.verbraucherfuersklima.de/cps/rde/xchg/projektklima/hs.xsl/saisonkalender_obst_gemuese.htm
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